Somatoforme Störung: Selbsttest für Erwachsene

Leiden Sie an körperlichen Beschwerden, wie z. B. anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen, deren Ursachen aber nicht eindeutig organisch bedingt sind? Wenn Sie besser einschätzen wollen, ob diese physischen Probleme vielleicht psychischen Ursprungs sind, kann ein Selbsttest ein erster guter Hinweisgeber sein, denn somatoforme Störungen sind weitverbreitet … und werden dennoch häufig erst sehr spät erkannt! Deuten Sie die Zeichen und holen Sie sich Rat, um die Symptome und Ihre Situation besser einschätzen zu können. Dieser kostenlose, anonyme Selbsttest kann Ihnen bei der Orientierung zunächst helfen, ersetzt aber keinesfalls einen fachärztlichen diagnostischen Prozess, der bei körperlichen Symptomen wie Herz- oder Magen-Darm-Problemen, anhaltenden Schmerzerscheinungen oder Tinnitus unabdingbar ist.

Ein Arzt im weißen Hemd befestigt EKG-Elektroden auf der Brust eines Patienten, der auf einer Untersuchungsliege liegt.

Wir sind für Sie da: kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Ein junger blonder Mann im schwarzen Sportshirt lehnt an einem Geländer im Freien und hält sich nachdenklich die Schläfe.

Was ist eine somatoforme Störung?

Nach ICD-10, dem standardisierten Kodierungssystem für Erkrankungen, werden Somatisierungsstörungen in spezifische Störungsbilder klassifiziert, z. B. in hypochondrische Störungen, Schmerzstörung, undifferenzierte somatoforme Störung oder sonstige somatoforme Störungen. Eine somatoforme Störung liegt demnach vor, wenn körperliche Symptome, wie Schmerzen in den Gliedmaßen, Bauchschmerzen, Darmprobleme, Migräneanfälle, Ohrgeräusche, Bluthochdruck, Herzrasen, unerklärliche Gewichtsschwankungen oder Atemnot über längere Zeit bestehen, ohne dass sich eine organische Ursache finden lässt. Die Beschwerden sind real und oft mit erheblichem Leidensdruck verbunden. Häufig spielen psychische Belastungen wie Stress, Angst oder ungelöste Konflikte eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome. Ohne gezielte Behandlung können sich die Beschwerden und Gefühle verfestigen und den Alltag stark einschränken.

Ein Psychotherapeut notiert sich etwas im Rahmen einer Therapiestunde.

Ist ein Selbsttest bei Anzeichen einer somatoformen Störung sinnvoll?

Viele Betroffene suchen lange nach einer körperlichen Ursache für ihre Beschwerden und durchlaufen dabei zahlreiche medizinische Untersuchungen, bevor eine psychosomatische Ursache in Betracht gezogen wird. Dieser Leidensweg „von einem zum anderen Arzt“, aber auch die Unsicherheit sind währenddessen häufig sehr belastend. Ein Selbsttest kann helfen, erste Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen psychischen Belastungen und körperlichen Symptomen zu erkennen. Ein Selbsttest kann ein niederschwelliger, richtungsweisender Ratgeber sein, um frühzeitig die Symptome objektiver einzuschätzen und zu prüfen, ob diese möglicherweise auf eine behandlungsbedürftige nicht organische Störung hindeuten. Die Auswertung liefert eine erste Orientierung und kann Entlastung schaffen, aber auch ein guter Impulsgeber sein, die Ergebnisse durch einen Arzt oder Psychotherapeuten abzuklären.

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Eine Frau im dunkelgrünen Hemd sitzt an einem runden Tisch und blickt auf Dokumente, die ihr von einer Person gegenüber erklärt werden.

Nächste Schritte

Ergibt Ihr Selbsttest Anzeichen für eine somatoforme Störung, suchen Sie unbedingt professionelle Hilfe, denn eine umfassende fachliche Abklärung ist entscheidend, um die Symptome und Ursachen zu bearbeiten! Wichtig ist zunächst eine sorgsame, ganzheitliche Diagnostik, wie wir sie auch in unseren Vincera Privatkliniken als Ausgangsbasis einer jeden Therapie durchführen. Die Diagnostik dient dazu, die physischen und psychischen Symptome korrekt einzuordnen, eine genaue Abgrenzung zu anderen Erkrankungen vorzunehmen und Ursachen, Lebensgeschichte sowie persönliche Stressoren bzw. Vorerkrankungen im Kontext versiert zu betrachten und aufgrund der Resultate die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Wenn hinter stark ausgeprägten körperlichen Leiden, psychische Belastungen stecken, kann auch ein stationärer oder teilstationärer Aufenthalt in einer Klinik ein sehr guter Weg sein, um Körper und Seele wieder in eine gesunde Balance zu bringen. Wir können Ihnen helfen und unterstützen Sie dabei, Ihre Beschwerden zu lindern, die Auslöser zu verstehen und Ihre Lebensqualität und Gesundheit nachhaltig zu verbessern. Unsere erfahrenen Patientenmanager beraten Sie sehr gerne unverbindlich zu den Aufnahmemöglichkeiten, den Voraussetzungen und beantworten alle Ihre Fragen rund um die Kostensicherung, falls Sie sich für einen Aufenthalt bei uns interessieren. Erste Informationen erhalten Sie vorab auch auf unserer Informationsseite:

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Weitere Informationen zu somatoformen Störungen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Eine somatoforme Störung ist keine Depression, kann aber ähnliche Symptome aufweisen und tritt häufig gemeinsam mit depressiven Erkrankungen auf. Während bei einer Depression vor allem Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Gefühllosigkeit und Verlust von Freude im Vordergrund stehen, äußert sich die somatoforme Störung durch körperliche Beschwerden ohne nachweisbare organische Ursache – etwa Schmerzen, Magen-Darm-Probleme oder Herzbeschwerden. Beide Krankheitsbilder können sich gegenseitig verstärken: Dauerhafte körperliche Beschwerden belasten die Psyche, während depressive Episoden die Schmerzwahrnehmung und das Krankheitsgefühl verstärken. Für eine sichere Abgrenzung ist eine sorgfältige Diagnostik durch Fachärzte und Psychotherapeuten notwendig.

Die Ursachen einer somatoformen Störung sind vielschichtig und beruhen auf einem Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. Häufig wirken Stress, traumatische Erfahrungen, ungelöste Konflikte oder chronische Überlastung als Auslöser. Auch eine erhöhte Körperaufmerksamkeit oder das wiederholte Erleben von Krankheiten im familiären Umfeld können die Entstehung begünstigen. Risikofaktoren sind zudem Angststörungen, Depressionen, belastende Lebensereignisse oder ein geringer Zugang zu eigenen Emotionen. In der modernen Medizin spricht man vom bio-psycho-sozialen Modell, das erklärt, wie psychische Belastungen körperliche Symptome hervorrufen und aufrechterhalten können.

Nein – die Symptome einer somatoformen Störung sind nicht eingebildet. Betroffene leiden real unter Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen oder anderen körperlichen Einschränkungen. Auch wenn keine eindeutige organische Ursache gefunden wird, sind die Beschwerden medizinisch ernst zu nehmen. Die Symptome entstehen durch psychische Belastungen, die das vegetative Nervensystem und damit Körperfunktionen beeinflussen. Dies führt zu körperlich spürbaren Reaktionen wie Muskelverspannungen, Verdauungsstörungen oder chronischen Schmerzen. Die Beschwerden sind also keine Vorstellung, sondern Ausdruck eines komplexen Zusammenspiels von Psyche und Körper. Eine psychosomatische Behandlung hilft, diese Zusammenhänge zu verstehen und wirksame Strategien zur Linderung zu entwickeln.