Burnout: Digitaler Selbsttest für Erwachsene

Haben Sie das Gefühl, dass Sie permanent oder immer wiederkehrend erschöpft, ausgebrannt und am Limit sind? Fällt es Ihnen schwer, im beruflichen oder privaten Alltag noch „zu funktionieren“ und helfen Ihnen auch Auszeiten nicht mehr, die eigenen Akkus aufzuladen? Dieser Selbsttest bietet Ihnen die Möglichkeit, erste Anzeichen einer möglichen Erschöpfungserkrankung zu erkennen. Die Fragen orientieren sich an typischen Burnout-Symptomen wie anhaltender Müdigkeit, innerer Leere und verminderter Leistungsfähigkeit. Der Test ist anonym, kostenlos und dient Ihrer persönlichen Orientierung – er ersetzt keine ärztliche Diagnose, kann Ihnen aber ein guter Richtungsweiser sein, um Ihre Situation besser einzuschätzen.

‍

Nahaufnahme von den Händen einer Person in einem gelben Strickpullover, die auf der Tastatur eines Laptops tippt.

Wir sind für Sie da: kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Ein medizinischer Mitarbeiter im weißen Hemd bringt EKG-Elektroden auf der Brust eines liegenden Patienten an.

Was ist Burnout?

Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand tiefer körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Es entsteht meist als Folge chronischer Überlastung, hoher Arbeitsanforderungen oder dauerhaften Stresses – oft in Kombination mit fehlenden Erholungsphasen. Burnout ist im klinischen Sinne keine eigenständige Diagnose nach der Klassifizierung des internationalen, standardisierten Kodierungssystems von Erkrankungen (ICD-10 und ICD-11). Bei Symptomen, die dem Burnout-Syndrom nahekommen, wird in der Regel zunächst geprüft, ob Kriterien für andere Diagnosen vorliegen, z. B. eine Depression, Anpassungsstörung, Angststörungen oder PTBS. Typische Belastungen, unter denen Betroffene leiden, sind vorwiegend ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Erschöpfung, Überforderung und ein Gefühl innerer Leere. Wichtig ist eine fundierte Diagnostik, wie wir sie auch in unseren Vincera Privatkliniken anbieten, um die physischen und psychischen Symptome einzuordnen, die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen differenziert vorzunehmen und Ursachen, Lebensgeschichte sowie persönliche Stressoren bzw. Vorerkrankungen in Zusammenhang zu bringen. 

Eine junge Frau in schwarzer Sportkleidung sitzt draußen auf einem Stein und hält sich die Schläfen.

Warum ein Burnout Selbsttest sinnvoll ist

Sich einzugestehen, dass man an seiner Belastungsgrenze ist oder man ggf. sogar professionelle Unterstützung in einer Krise benötigt, ist häufig ein längerer innerlicher Prozess. Denn die Auswirkungen von psychischer Überlastung entwickelt sich schleichend, so wie leider auch die eigene Wahrnehmung der Symptome. Achte bewusst auf Veränderungen in deinem Denken, Fühlen und Verhalten, und ignoriere die Warnsignale deines Körpers nicht – egal, ob es erste kleine Anzeichen oder bereits akute Alarmsignale von Körper und Seele sind. Je länger psychische Erkrankungen unentdeckt und unbehandelt bleiben, desto größer wird der Leidensdruck – und das, obwohl häufig sehr gut medizinisch und therapeutisch geholfen werden kann. Bevor man aber fachliche Hilfe in Anspruch nimmt, suchen Betroffene zunächst meist nach anderen Informationsquellen, anonymer Orientierung oder digitaler Beratung. Ein Burnout-Selbsttest kann als erster, schnell zugänglicher Ratgeber dabei helfen, die eigenen Belastungen objektiver einzuschätzen und Muster zu erkennen, die auf ein Erschöpfungssyndrom hinweisen. Die Auswertung gibt erste Anhaltspunkte, ob eine fachliche Abklärung empfehlenswert ist. Wichtig ist, die Fragen des Tests ehrlich und genau zu beantworten, damit die Ergebnisse die bestmögliche Einschätzung der Ist-Situation liefern können.

Patientengespräch im Rahmen der Einzeltherapie zwischen Therapeutin und Patientin

Schritte nach dem Selbsttest

Zeigt Ihr Ergebnis eine hohe Belastung oder Verdachtsmomente für ein Burnout-Risiko, sollte ein Facharzt, der Hausarzt oder ein Therapeut hinzugezogen werden, um die Symptome zu besprechen und vor allem, um den diagnostischen Prozess einzuleiten. Versuchen Sie, sich neben der medizinischen oder therapeutischen auch menschliche Unterstützung in Ihrer belastenden Situation zu suchen – ob bei Freunden, im familiären Umfeld oder vertrauenswürdigen Personen. Und machen Sie sich unbedingt bewusst, dass ein Burnout kein Zeichen von fehlender Leistungsfähigkeit oder persönlichen Versagens ist. Stressassoziierte Erkrankungen sind in unserer heutigen Leistungsgesellschaft nicht selten – schätzungsweise leiden rund 5 % - 7 % aller erwerbstätigen Deutschen an Anzeichen des Burnout-Syndroms. In unseren spezialisierten Kliniken für Stressfolgeerkrankungen und deren begleitenden psychischen Störungsbildern sind wir für Sie da, wenn Sie Hilfe benötigen: Unser professionelles Patientenmanagement berät Sie unverbindlich zu allen Möglichkeiten der Aufnahme, den Voraussetzungen und zu allen Themen rund um die Kostensicherung für einen teilstationären oder tagesklinischen Therapieplatz. Erste Informationen erhalten Sie vorab auch auf unserer Informationsseite:

Kontakt aufnehmen

Wir stehen Ihnen zur Seite

Teilen Sie uns Ihr Anliegen über unser Kontaktformular mit.

Vielen Dank! Wir haben Ihre Nachricht erhalten.
Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.
Bitte versuchen Sie es in wenigen Minuten erneut.

Weitere Informationen zu Burnout

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Ein stiller Burnout entwickelt sich oft schleichend und bleibt im Alltag zunächst unbemerkt, da Betroffene ihre Symptome lange Zeit überspielen oder bagatellisieren. Während im Inneren Erschöpfung und emotionale Leere zunehmen, funktionieren Betroffene nach außen hin meist weiter wie gewohnt. Sie erleben häufig eine anhaltende Müdigkeit, die sich auch nach ausreichendem Schlaf nicht bessert, zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber beruflichen und privaten Themen sowie das Gefühl, innerlich ausgebrannt zu sein. Auch Konzentrationsprobleme und ein Rückzug von sozialen Kontakten gehören zu den typischen Anzeichen. Die Stimmung ist oft gereizt oder gleichgültig, kleine Aufgaben werden als überwältigend empfunden und Freude am Alltag geht mehr und mehr verloren. Ohne rechtzeitiges Gegensteuern und professionelle Unterstützung kann ein stiller Burnout in eine ernsthafte Depression oder andere psychische Erkrankungen übergehen.

Um Burnout festzustellen, führt ein Arzt zunächst ein ausführliches Gespräch, in dem er gezielt nach typischen Symptomen wie ständiger Erschöpfung, Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen und emotionaler Überforderung fragt. Im Rahmen einer Anamnese erfasst er nicht nur die aktuelle Lebens- und Arbeitssituation, sondern geht auch auf psychosoziale Belastungsfaktoren und individuelle Risikofaktoren ein. Ergänzend setzt der Arzt standardisierte Fragebögen oder Selbsttests ein, die Hinweise auf ein mögliches Erschöpfungssyndrom geben können. Mitunter sind auch körperliche Untersuchungen notwendig, um andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können. Ist ein Burnout wahrscheinlich, empfiehlt der Arzt eine weiterführende Diagnostik und bespricht gemeinsam mit dem Betroffenen mögliche Therapiemaßnahmen wie Psychotherapie, Stressmanagement oder regenerative Angebote.

Burnout entwickelt sich meist schrittweise und beginnt häufig mit anhaltendem Stress sowie dem Gefühl, ständig überfordert zu sein. In der frühen Phase zeigen sich erste Warnzeichen wie Erschöpfung nach der Arbeit, gelegentliche Schlafstörungen und eine abnehmende Motivation im Job. Viele Betroffene bemerken in dieser Zeit, dass sie sich häufiger gereizt, nervös oder ungeduldig fühlen und weniger Freude an Aufgaben empfinden, die ihnen früher leicht fielen. Oft nehmen Leistungsfähigkeit und Konzentration allmählich ab, während sich das Bedürfnis nach Rückzug von Kollegen, Freunden oder der Familie verstärkt. In den Vorstufen eines Burnouts geraten regelmäßige Erholungsphasen zunehmend ins Hintertreffen, was die Widerstandskraft gegen alltägliche Belastungen weiter verringert. Werden diese Anzeichen nicht rechtzeitig erkannt und aktiv verändert, kann ein anhaltender Zustand psychischer und körperlicher Erschöpfung die Folge sein und in ein Burnout-Syndrom übergehen. Häufig kommt es zudem vor, dass Erholungsphasen, wie ein Urlaub, keine Wirkung mehr zeigen.

Bei einem Verdacht auf Burnout sind unmittelbare Maßnahmen entscheidend, um einer weiteren Verschlechterung des Wohlbefindens entgegenzuwirken. Zunächst sollte der eigene Alltag kritisch hinterfragt und nach Möglichkeiten zur Entlastung gesucht werden, etwa durch das Delegieren von Aufgaben oder das Setzen klarer Grenzen gegenüber beruflichen und privaten Anforderungen. Wichtig ist es, regelmäßige Pausen und Erholungsphasen fest einzuplanen, um dem Körper sowie der Psyche Gelegenheit zur Regeneration zu geben. Auch kleine Auszeiten wie ein Spaziergang an der frischen Luft, Entspannungsübungen oder kurze Atempausen können helfen, den Stresspegel zu senken. Wer erste Symptome eines Burnouts bemerkt, sollte sich zudem möglichst frühzeitig jemandem anvertrauen – sei es im persönlichen Umfeld oder durch Kontaktaufnahme zu einem Arzt oder Therapeuten. Professionelle Unterstützung ermöglicht eine gezielte Diagnostik und hilft, individuelle Bewältigungsstrategien und passende Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Es ist ratsam, Warnzeichen ernst zu nehmen und sich nicht scheu vor einem offenen Gespräch über die eigene psychische Belastung zu zeigen, da frühzeitige Intervention die Prognose bei Burnout deutlich verbessert.