Angststörung: Selbsttest für Erwachsene

Bemerken Sie bei sich, dass Ihr Alltag und Ihr Gefühlsleben immer angstbehafteter werden? Kämpfen Sie regelmäßig schon mit Sorgen und ständiger innerer Unruhe? Meiden Sie sogar aufgrund von Bedenken plötzlich bestimmte Situationen oder Orte? Haben Sie sogar bereits körperliche Reaktionen erlebt, wie Zittern, Schwitzen oder Herzrasen, weil es Ihnen unbehaglich wurde – auch wenn es dafür keinen erkennbaren Grund gab? Solche oder ähnliche Muster können Hinweise auf eine Angststörung sein, vor allem, wenn sich Ihre Verhaltens- oder Denkweisen merklich, dauerhaft oder ungewollt geändert haben. Dieser Selbsttest bietet Ihnen die Möglichkeit, erste Anzeichen einer generalisierten Angststörung zu erkennen. Die Fragen orientieren sich an typischen Symptomen wie übermäßiger Ängstlichkeit, Nervosität, Vermeidungsverhalten und starker körperlicher Anspannung. Die Ergebnisse des Tests ersetzen zwar keinesfalls eine ärztliche Diagnose, können aber als Hinweisgeber dienen, um die eigene Situation besser einzuschätzen.

Schwarz-Weiß-Nahaufnahme eines Mannes, der verzweifelt sein Gesicht in den Händen vergräbt.

Wir sind für Sie da: kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Eine junge Frau in schwarzer Sportkleidung sitzt draußen auf einem Stein und hält sich die Schläfen.

Was ist eine Angststörung?

Im ICD-10 und ICD-11 (dem internationalen, standardisierten Kodierungssystem für Krankheiten) bilden Angststörungen den Oberbegriff für spezifische Störungsbilder, wie z. B. Panikstörungen, Agoraphobie, soziale Phobien, die generalisierte Angststörung oder Angst vor Trennungen. Nicht selten stehen Formen von Angststörungen mit anderen psychischen Erkrankungen in Zusammenhang, z. B. mit einer Depression, Suchterkrankungen oder PTBS. Betroffene leiden häufig darunter, dass Ängste und Sorgen ihr Leben dauerhaft stark beeinträchtigen – auch wenn sie rational wissen, dass diese in keinem angemessenen Verhältnis zu tatsächlichen Gefahren stehen. Ständige Anspannung, Nervosität, Schlafstörungen oder körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Schwindel und Atemnot sind typische Begleiterscheinungen – schlimmstenfalls können sogar Panikattacken die Folge sein. Aber auch sozialer Rückzug und Konflikte im familiären oder beruflichen Umfeld können das schlimme Ergebnis ungelöster, manifestierter Angst darstellen. 

Ein Computerbildschirm zeigt das rot-graue Logo und den Schriftzug „VINCERA Bad Waldsee“, davor sitzt eine unscharfe Person an der Tastatur.

Ist ein Selbsttest bei Anzeichen von Angststörungen sinnvoll?

Wenn die Signale von Körper und Seele immer deutlicher werden, dass Ängste die eigenen Verhaltens- und Denkweisen verändern oder sogar schon dominieren, sollte man wachsam sein – vor allem, wenn man nicht mehr selbstbestimmt gegensteuern kann. Viele Menschen mit einer Angststörung deuten ihre Beschwerden zunächst als rein körperlich, halten sie für harmlose Nervosität oder untypische Reaktionen auf bestimmte Situationen. Wie bei den meisten psychischen Erkrankungen, ist die Entwicklung schleichend, die Belastungen führen aber allmählich zu wachsendem Leidensdruck und potenzieren sich in ihrer Ausprägung – bis sie sich schlimmstenfalls plötzlich und wuchtig über einen entladen. Ein Selbsttest kann frühzeitig helfen, das eigene Erleben und die Symptome im Rahmen einer ersten Einschätzung besser einzuordnen und mögliche Muster zu erkennen, die auf eine behandlungsbedürftige Angststörung hinweisen. Bitte bedenken Sie: Je früher psychisch begründete Leiden erkannt und behandelt werden, desto besser kann geholfen werden. Das Ergebnis eines Selbsttests kann ein frühzeitiger guter Impulsgeber sein, um weitere Maßnahmen einzuleiten oder bestenfalls auch, um erst mal Entlastung zu erfahren.

Eine Frau im dunkelgrünen Hemd sitzt an einem runden Tisch und blickt auf Dokumente, die ihr von einer Person gegenüber erklärt werden.

Schritte nach dem Selbsttest

Zeigt Ihr Ergebnis deutliche Anzeichen für eine generalisierte Angststörung, empfiehlt sich eine professionelle Abklärung bei einem Facharzt, einem Therapeuten oder zumindest zuerst bei einem Hausarzt. Wichtig ist zunächst eine fundierte, ganzheitliche Diagnostik, wie wir sie auch in unseren Vincera Privatkliniken anbieten. Um die physischen und psychischen Symptome korrekt einzuordnen, die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen differenziert vorzunehmen und Ursachen, Lebensgeschichte sowie persönliche Stressoren bzw. Vorerkrankungen in Zusammenhang mit den Anzeichen zu bringen. Bitte machen Sie sich bewusst, dass die Gründe für eine Angst- oder Panikstörung häufig komplex und häufig ein Zusammenspiel aus schlimmen Ereignissen, großen Belastungen, tief liegenden Konflikten oder unverarbeiteten Traumata sind. Auch ein stationärer oder tagesklinischer Aufenthalt kann ein guter Weg sein, um die Ursachen der Angst zu verstehen und den Umgang damit neu zu erlernen. In unseren spezialisierten Privatkliniken für Angststörungen und deren begleitenden psychischen Krankheitsbildern sind wir für Sie da und helfen Ihnen mittels eines individualisierten Behandlungskonzeptes dabei, die eigenen Angstknoten nach und nachzu lösen. Unser professionelles Patientenmanagement berät Sie unverbindlich zu allen Aufnahmemöglichkeiten, den Voraussetzungen und Fragen rund um die Kostensicherung. Erste Informationen erhalten Sie vorab auch auf unserer Informationsseite:

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Weitere Informationen zu Angststörungen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Nervosität ist ein weitverbreitetes Gefühl, das jeder Mensch in bestimmten Situationen erlebt – beispielsweise vor einer Prüfung, einem wichtigen Gespräch oder neuen Herausforderungen. In diesen Momenten ist Nervosität eine ganz normale, kurzfristige Reaktion des Körpers auf Stress oder ungewohnte Anforderungen. Wenn jedoch anhaltende oder ausgeprägte Nervosität auftritt, die scheinbar ohne konkreten Anlass besteht oder das tägliche Leben stark beeinträchtigt, kann dies ein Hinweis auf eine Angststörung sein. Zusätzlich zur Nervosität treten bei einer Angststörung oft weitere Beschwerden auf, wie Schlafstörungen, innere Unruhe oder starke körperliche Symptome wie Zittern, Herzklopfen oder Schwitzen. Es kommt also auf die Häufigkeit (über Wochen, Monate, sogar Jahre), Intensität und den Zusammenhang der Nervosität mit anderen Symptomen an, ob sie als charakteristisches Merkmal einer behandlungsbedürftigen Angststörung zu bewerten ist. Bei anhaltender Unsicherheit oder Belastung empfiehlt sich eine fachliche Abklärung, um gezielt Unterstützung zu erhalten. Bitte beachten Sie, dass ein Selbsttest noch keine Diagnose ist!

Das sichere Erkennen einer Angststörung ist häufig nicht einfach, da sich Symptome wie anhaltende Sorgen, innere Unruhe, Schlaflosigkeit oder auch wiederholtes Herzrasen und Atemnot in bestimmten Situationen oft schleichend entwickeln und zunächst als Alltagsstress interpretiert werden. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Ängste dauerhaft, übermäßig stark oder gar ohne erkennbaren Grund auftreten und Ihr soziales, berufliches oder privates Leben stark einschränken, kann dies ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Angststörung sein. Typischerweise erleben Betroffene auch eine erhebliche Belastung im Alltag, ziehen sich eventuell aus sozialen Kontakten zurück oder meiden bestimmte Situationen aus Angst vor den eigenen Gefühlen und körperlichen Reaktionen. Neben den psychischen Anzeichen treten häufig körperliche Symptome auf, wie Magenbeschwerden, Schwindel oder Zittern, die sich nicht ohne Weiteres medizinisch erklären lassen. Ob tatsächlich eine Angststörung vorliegt, kann nur eine fachliche Abklärung durch einen erfahrenen Arzt oder Psychotherapeuten in einem persönlichen Gespräch klären. Ein Online-Test kann jedoch eine erste Orientierung bieten, damit Sie Ihre eigenen Symptome besser einordnen und bei Bedarf gezielt Unterstützung suchen können.

Ob eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, hängt von der individuellen Ausprägung und dem Schweregrad einer Angststörung ab. Oft werden Psychotherapien, wie zum Beispiel kognitive Verhaltenstherapie, als zentrale und vorrangige Behandlung empfohlen. In bestimmten Fällen, etwa bei stark ausgeprägten oder langanhaltenden Beschwerden, können zusätzlich angstlösende Medikamente oder Antidepressiva sinnvoll sein, um die Symptome zu lindern und die Therapie zu unterstützen. Diese Medikamente wirken stabilisierend auf die Botenstoffe im Gehirn, wodurch sich die Belastung durch Angst, innere Unruhe oder Panikattacken häufig verringert. Dennoch ersetzen sie keine psychotherapeutische Behandlung, sondern werden in enger Absprache mit Fachärzten gezielt eingesetzt. Die Auswahl des passenden Medikaments und die Dauer der Anwendung werden individuell festgelegt, wobei regelmäßige Kontrolltermine und eine sorgfältige Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen zum Behandlungsprozess gehören.

Um festzustellen, ob eine (generalisierte) Angststörung vorliegt, führt ein Arzt oder ein psychologischer Psychotherapeut zunächst ein ausführliches Gespräch, in dem aktuelle Beschwerden, deren Verlauf sowie mögliche Auslöser und Belastungsfaktoren erfragt werden. Durch gezielte Fragen zu Symptomen wie anhaltenden Ängsten, Sorgen, körperlicher Anspannung, Panikattacken und alltäglichen Beeinträchtigungen kann sich der Experte ein umfassendes Bild machen. Ergänzend kommen häufig standardisierte Fragebögen oder spezielle psychologische Testverfahren zum Einsatz, um das Ausmaß und die Art der Angstsymptome systematisch zu erfassen und zu kontrollieren.

Bezüglich der Diagnosestellung orientieren sich Ärzte und Therapeuten an den internationalen Klassifikationssystemen ICD-10/ICD-11, in denen klare Kriterien für Angststörungen definiert sind. Wichtig ist dabei auch, andere körperliche oder psychische Erkrankungen auszuschließen, da ähnliche Beschwerden beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen auftreten können. Erst wenn deutlich wird, dass die Angstsymptome über das normale Alltagsmaß hinausgehen, nicht mehr kontrolliert werden können und keine organische Ursache zugrunde liegt, wird die Diagnose Angststörung gestellt.

Dies gibt Betroffenen Klarheit darüber, was mit ihnen passiert, und bildet die Grundlage für ein passendes Therapiekonzept, das gezielte Hilfe und nachhaltige Unterstützung ermöglicht.