Bipolare Störung: Selbsttest für Erwachsene

Leben Sie zwischen den emotionalen Extremen und durchleben Sie häufig eine rasante Achterbahn der Gefühle von „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“? Solche auffälligen Stimmungsschwankungen zwischen Hochgefühlen und tiefer Depression sollten ernst genommen werden, denn sie können ein Hinweis auf eine bipolare Störung sein. Wenn Sie typische Anzeichen, wie z.B. starke Euphorie, übersteigerter Aktivitätsdrang, übermäßige Reizbarkeit oder Phasen tiefer Antriebslosigkeit bei sich erkennen und diese besser einschätzen möchten, kann ein Selbsttest ein erster guter Ratgeber und Richtungsweiser sein. Der Test ist anonym und kostenlos – er ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnose.

Das Wort „BIPOLAR“ gelegt aus Scrabble-Steinen auf schwarzem Grund, spiegelbildlich gedoppelt, wobei die untere Reihe auf dem Kopf steht

Wir sind für Sie da: kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Ein Arzt und eine Psychotherapeutin der Vincera Privatkliniken unterhalten sich.

Was ist eine bipolare Störung?

Die bipolare Störung ist eine affektive Erkrankung, die durch wiederkehrende Phasen von Manie oder Hypomanie und Depression gekennzeichnet ist. In manischen Episoden treten Symptome wie übersteigerte Energie, vermindertes Schlafbedürfnis, übersteigertes Selbstwertbewusstsein oder impulsives Verhalten auf. Depressive Phasen hingegen sind durch Antriebslosigkeit, Traurigkeit, Schuldgefühle und Rückzug geprägt. Der Wechsel zwischen diesen Extremen kann für Betroffene schwer kontrollierbar sein und wirkt sich mitunter massiv negativ auf die Lebensqualität und auf Beruf, Beziehungen und Alltag aus.

Ein Computerbildschirm zeigt das rot-graue Logo und den Schriftzug „VINCERA Bad Waldsee“, davor sitzt eine unscharfe Person an der Tastatur.

Warum Selbsttest für eine Bipolare Störung sinnvoll ist

Da die Symptome oft wechselhaft und schwer zu greifen sind, wird die bipolare Störung häufig erst spät erkannt. Viele Betroffene halten manische Phasen zunächst für „gute Zeiten“ und unterschätzen die Gefährdung. Ein Selbsttest kann Ihnen helfen, auffällige Muster in Ihrem Erleben und Verhalten bewusster wahrzunehmen und erste Hinweise auf eine mögliche Erkrankung zu gewinnen. Diese digitale Methode der Selbsteinschätzung dient als niederschwelliger, richtungsweisender Ratgeber, um frühzeitig die eigenen Gedanken- und Verhaltensmuster objektiver einzuschätzen und zu prüfen, ob diese möglicherweise auf eine behandlungsbedürftige Störung hindeuten. Die Auswertung liefert eine erste Orientierung und kann Entlastung schaffen, aber auch ein guter Impulsgeber sein, die Ergebnisse durch einen Arzt oder Psychotherapeuten abzuklären.

Ein lächelnder Arzt mit Glatze, Brille und weißem Kittel blickt eine Patientin an, die im Vordergrund zu sehen ist.

Nächste Schritte

Zeigt der Test Anzeichen einer möglichen bipolaren Störung, ist eine fachliche Abklärung unerlässlich. Nur eine fundierte, sorgsame Diagnostik kann letztlich Aufschluss darüber geben, ob die Symptome tatsächlich auf diese Form der affektiven Erkrankung zutreffen. In den Vincera Privatkliniken führen wir aus diesem Grund eine differenzierte Diagnostik durch, um zwischen Bipolar-I- und Bipolar-II-Störung sowie anderen affektiven Störungsbildern zu unterscheiden. Auf dieser Basis entwickeln wir ein individuelles Therapiekonzept, das psychotherapeutische Verfahren, medikamentöse Ansätze und unterstützende Methoden wie Achtsamkeit oder Bewegungstherapie kombinieren kann. Wir können Ihnen helfen und unterstützen Sie dabei, Ihre Beschwerden zu lindern, die Auslöser zu verstehen und Ihre Lebensqualität und Gesundheit nachhaltig zu verbessern. Unsere erfahrenen Patientenmanager beraten Sie kompetent und unverbindlich zu den Aufnahmemöglichkeiten, den Voraussetzungen und beantworten alle Ihre Fragen rund um die Kostensicherung, falls Sie sich für einen stationären oder tagesklinischen Aufenthalt bei uns interessieren. Mehr hierzu finden Sie auch auf unserer Infoseite:

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Weitere Informationen zur bipolaren Störung

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Es gibt verschiedene Anlaufstellen, um sich auf eine bipolare Störung testen zu lassen. Dabei muss beachtet werden, dass die Diagnose nicht anhand einer einzelnen Untersuchung oder Labormessung vorgenommen werden kann, sondern anhand von Symptommustern. Die Diagnose einer bipolaren Störung erfolgt dabei immer durch einen Facharzt oder einen psychologischen Psychotherapeuten. Grundlage ist ein ausführliches Gespräch, in dem Krankheitsgeschichte, aktuelle Beschwerden und der Verlauf von Stimmungsschwankungen erhoben werden. Ergänzend kommen standardisierte Diagnosekriterien nach ICD-10 bzw. ICD-11 zum Einsatz. Wichtig ist, depressive Phasen klar von manischen oder hypomanen Episoden abzugrenzen. Auch Begleiterkrankungen wie Angststörungen, Suchterkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen müssen berücksichtigt werden. Erst die Kombination aus ausführlicher Anamnese, klinischer Einschätzung und ggf. psychologischen Tests ermöglicht eine gesicherte Diagnose.

Die Behandlung zielt darauf ab, Stimmungsschwankungen zu stabilisieren und Rückfälle zu vermeiden. Zentrale Bausteine sind Psychotherapie, etwa kognitive Verhaltenstherapie, achtsamkeitsbasierte Verfahren oder Psychoedukation. Ergänzend können Medikamente (z. B. Stimmungsstabilisatoren oder Antidepressiva) zur Anwendung kommen. Unterstützende Therapien wie Bewegungstherapie, Kreativtherapie oder Entspannungsverfahren fördern zusätzlich die emotionale Stabilität. In den Vincera Privatkliniken bieten wir ein multimodales Behandlungskonzept, das individuell auf die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt ist.

Bei der Bipolar-I-Störung treten ausgeprägte manische Episoden auf, die häufig mit starkem Realitätsverlust, übersteigerter Euphorie oder riskanten Verhaltensweisen verbunden sind. Diese Phasen wechseln sich mit schweren depressiven Episoden ab.

Die Bipolar-II-Störung hingegen ist durch Hypomanien gekennzeichnet – abgeschwächte manische Episoden, die weniger extrem, aber dennoch spürbar beeinträchtigend sind. Hier stehen längere depressive Phasen im Vordergrund. Beide Formen haben gemeinsam, dass sie den Alltag massiv beeinflussen können und einer fachgerechten Behandlung bedürfen.