Selbstwertgefühl

Selbstwertgefühl beschreibt die innere Bewertung des eigenen Werts als Mensch. Es umfasst die Haltung gegenüber der eigenen Person, den eigenen Fähigkeiten und dem eigenen Erleben. Ein stabiles Selbstwertgefühl ermöglicht es, sich selbst grundsätzlich als wertvoll zu erleben, unabhängig von Leistung, Fehlern oder der Meinung anderer Menschen. In der Psychologie gilt es als zentrale Grundlage für psychische Gesundheit, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Ein geringes Selbstwertgefühl zeigt sich häufig in negativen Gedanken über den eigenen Wert, starker Selbstkritik oder dem Gefühl, nicht zu genügen. Betroffene zweifeln an ihren Fähigkeiten, vergleichen sich stark mit anderen Menschen und erleben Erfolge selten als eigenen Verdienst. Solche Muster können bereits in der Kindheit entstehen, etwa durch fehlende Anerkennung, überhöhte Erwartungen oder wiederholte Abwertung.

Ein dauerhaft niedriges Selbstwertgefühl steht in engem Zusammenhang mit Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Belastungen. Es beeinflusst Beziehungen, berufliche Entscheidungen und das gesamte Erleben des eigenen Lebens. Menschen mit stabilem Selbstwertgefühl können hingegen Fehler annehmen, aus ihnen lernen und eigene Stärken realistischer wahrnehmen.

In der Psychotherapie wird daran gearbeitet, den Selbstwert zu stärken und ein positiveres Selbstbild zu entwickeln. Betroffene lernen, automatische negative Gedanken zu erkennen, den eigenen Wert nicht ausschließlich an Leistung zu knüpfen und Vertrauen in sich selbst aufzubauen. Kleine Schritte, Selbstmitgefühl und das bewusste Wahrnehmen eigener Stärken können dazu beitragen, das Selbstwertgefühl langfristig zu steigern und psychische Stabilität zu fördern.