Schlafapnoesyndrom
Das Schlafapnoesyndrom ist eine ernstzunehmende Schlafstörung, bei der es während des Schlafs wiederholt zu Atempausen (Apnoen) kommt. Am häufigsten tritt das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) auf. Dabei erschlaffen die Muskeln im Bereich der oberen Atemwege, sodass sich der Atemweg zeitweise verengt oder verschließt. Seltener ist die zentrale Schlafapnoe, bei der die Atempausen durch eine gestörte Steuerung der Atmung im Gehirn entstehen.
Typische Symptome sind lautes Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer, unruhiger Schlaf, häufiges Erwachen sowie morgendliche Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und ausgeprägte Tagesmüdigkeit. Viele Betroffene unterschätzen die Erkrankung, da die Atempausen meist unbemerkt bleiben und die Beschwerden schleichend zunehmen. Je nach Ausprägung unterscheidet man leichte, mittlere und schwere Formen der Schlafapnoe. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine ärztliche Untersuchung und eine Schlafmessung im Schlaflabor oder mittels ambulanter Verfahren. Die wichtigste Therapie beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom ist die CPAP-Behandlung (Continuous Positive Airway Pressure), bei der ein kontinuierlicher Luftstrom die Atemwege offenhält. In bestimmten Fällen können auch Gewichtsreduktion, Anpassung von Risikofaktoren oder operative Verfahren sinnvoll sein.
Unbehandelt erhöht das Schlafapnoesyndrom das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich. Zudem kann die dauerhaft gestörte Schlafqualität psychische Folgen haben, etwa Erschöpfung, innere Unruhe oder depressive Verstimmungen. In der psychotherapeutischen Begleitung geht es daher oft darum, den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern, Stress zu reduzieren und die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu stärken. Eine frühzeitige Behandlung kann die Schlafqualität verbessern und die körperliche sowie psychische Gesundheit nachhaltig stabilisieren. Mehr Infos zu psychisch bedingten Schlafstörungen, deren Ursachen und Folgen erhalten Sie auf unserer Seite.