Ohnmacht

Eine Ohnmacht, medizinisch auch Synkope genannt, ist ein plötzlich eintretender, meist kurzzeitiger Bewusstseinsverlust, der durch eine vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns entsteht. Ein Ohnmachtsanfall ist für die betroffene Person und ihr Umfeld häufig beängstigend, verläuft aber oft ohne bleibende Folgen.

Auslöser für eine Ohnmacht können variieren und physisch bedingt sein, z. B. aufgrund von Schmerzen, Überhitzung, Dehydrierung, Herz-Kreislauf-Problemen oder niedrigem Blutzucker. Aber auch psychische Ursachen wie Stress können mögliche Gründe für eine Bewusstlosigkeit sein, insbesondere bei starker emotionaler Belastung, Angst oder Überforderung. In solchen Situationen reagiert der Körper mit Veränderungen von Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung und der Verteilung des Blutes. Kommt es dabei zu einem plötzlichen Abfall des Blutdrucks oder zu einer kurzfristigen Minderversorgung des Gehirns, kann eine Synkope ausgelöst werden. Häufig treten vor dem Bewusstseinsverlust Symptome wie Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen, Übelkeit oder Schwäche in den Beinen auf.

Ohnmacht durch Stress zählt zu den sogenannten stressbedingten oder funktionellen Reaktionen und kann im Rahmen von Stressefolgeerkrankungen auftreten. Dazu gehören unter anderem Angststörungen, Panikreaktionen oder andere psychische Belastungen, bei denen das vegetative Nervensystem stark aktiviert ist. Zwar ist eine stressbedingte Synkope meist harmlos, dennoch sollte bei erstmaligem oder wiederholtem Auftreten eine ärztliche Abklärung erfolgen, um andere Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs oder neurologische Ursachen auszuschließen. In der weiteren Behandlung steht neben der medizinischen Abklärung häufig der Umgang mit Stress im Vordergrund. Psychotherapeutische Unterstützung kann helfen, Auslöser zu erkennen, körperliche Warnsignale besser einzuordnen und stressbedingte Reaktionen langfristig zu reduzieren.