Broken-Heart-Syndrom

Wenn von einem gebrochenen Herzen die Rede ist, meinen die meisten Menschen zunächst den seelischen Schmerz nach einer verlorenen Beziehung, also klassischen Liebeskummer. Das Broken-Heart-Syndrom, medizinisch als Tako-Tsubo-Kardiomyopathie, Tako-Tsubo-Syndrom oder Stress-Kardiomyopathie bezeichnet, ist jedoch eine eigenständige, körperliche Erkrankung des Herzens. Ihren Namen verdankt sie der japanischen Tintenfischfalle, deren Form der kurzfristig aufgeblähten linken Herzkammer im akuten Zustand ähnelt. Anders als reiner Liebeskummer ist das Broken-Heart-Syndrom eine anerkannte Diagnose innerhalb der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Ausgelöst wird das Syndrom typischerweise durch plötzlichen, intensiven emotionalen Stress: den Verlust eines geliebten Menschen, eine unerwiderte oder unglückliche Liebe, die Trennung von einem Ex-Partner oder auch freudige Ausnahmesituationen. Ebenso kann starker körperlicher Stress, etwa eine Operation oder ein Unfall, das Herz auf ähnliche Weise belasten. Ein höheres Risiko tragen vor allem Frauen nach den Wechseljahren, deren veränderter Hormonhaushalt die Empfindlichkeit des Herzens gegenüber Stresshormonen offenbar zusätzlich erhöht.

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Die Symptome ähneln dabei stark einem echten Herzinfarkt: starke Schmerzen in der Brust, Atemnot und ein allgemeines Gefühl der Bedrohung, sodass Betroffene selbst kaum unterscheiden können, was tatsächlich hinter dem Anfall steckt. Deshalb ist bei diesen Warnzeichen immer eine sofortige ärztliche Abklärung notwendig. Erst eine Herzkatheter-Untersuchung zeigt, dass im Gegensatz zur koronaren Herzkrankheit keine verengten Gefäße vorliegen, die betroffene Herzkammer sich aber trotzdem kaum noch normal zusammenzieht. In der akuten Phase kann der Zustand tatsächlich lebensbedrohlich sein und in seltenen Fällen bis zum kardiogenen Schock führen, weshalb eine engmaschige medizinische Überwachung wichtig bleibt.

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Die gute Nachricht ist, dass sich bei den meisten Patienten das Herz innerhalb einiger Wochen vollständig erholt. Mit dem stabilisierten Herzen ist der seelische Schmerz jedoch oft längst nicht verarbeitet. Gute Freunde und Angehörige können in dieser Zeit viel auffangen, doch wenn die emotionale Belastung anhält oder das Gefühl der Überforderung wächst, ist professionelle Unterstützung sinnvoll. In unseren Vincera Privatkliniken begleiten wir Betroffene einfühlsam dabei, das Erlebte zu verarbeiten und wieder emotionale Stabilität zu finden.